Gerade bin ich über diesen interessanten Link eines verheirateten Priesters gestolpert.
http://www.weltfamilie.at/39paepste.htm
Nun es war ab dem frühen Mittelalter nicht nur eine christliche Masche, dass die Stellung der Frau an Ansehen verlor. In Tibet konnte eine ähnliche Strömung zugunsten der männlich dominierter Formen der geistlichen Präsenz beobachtet werden.
Auch andere Kulturen scheinen davon infiziert worden sein.
Die katholische Kirche hat zwar das Streben nach geistigen Gütern hinweg von den triebhaften irdischen immer schon als Ideal proklamiert, konnte es aber logischerweise nie populär machen. Es bestand mehr in der Theorie und weniger in der Praxis.
Die Ehe war vielen Geistlichen ohnehin ein Dorn im Auge, vielleicht auch deshalb, weil dadurch einiges an Macht und Vermögen innerhalb von Familienclans gebunden war und nur begrenzt Einfluß auf das alltägliche Leben genommen werden konnte. Da die katholische Kirche zentral und streng hierarchisch aufgebaut ist, passte die andere Form weniger. Man arrangierte sich aber und verpasste der Ehe ein geistiges Ideal, das genausowenig praktisch umgesetzt werden konnte als ein züchtiger Lebenswandel der Priester.
Grüße
Chaotica