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Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 53 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
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 Beitrag Verfasst: Mo Jan 29, 2007 9:36 
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Mutter aller Drachen
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Soweit ich weiß, sind das Freimaurer und nicht unbedingt das, was viele unter Pagan verstehen.

Aber verwirrende Vereine im Bereich der Druiden ist doch nichts neues. *g* Es ist halt eine gute Plattform für Profilneurotiker ohne nachvollziehbare Biografie dafür genausowenig nachvollziehbarer Familientradition. (die Linie Atlantis-Avalon-Wales ist out, man sollte schon von einem anderen Planeten stammen, der die Kultur der Atlanter prägte)

Grüße
Chaotica

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Einen Tag ungestörter Muse zu verleben, heißt einen Tag lang Unsterblicher zu sein.


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 Beitrag Verfasst: Di Jan 30, 2007 12:54 
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Kupferstab
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@amerauder:

Zwar kenne ich selbst weder Neodruiden noch einen ihrer Orden, aber solange sie sich an den alten Traditionen des westlichen Weges orientieren, müsste es eigentlich ganz okay sein.



@Celeborn:

Dein Misstrauen kann ich gut nachvollziehen. Wenn irgendeine Organisation so dermassen hinter "Neuen" her ist, dann sollten wirklich alle Alarmglocken schrillen.
Bestenfalls geht es dann "nur" um gesteigerte "Zahlungseingänge" ...



@Chaotica:

Deine Einschätzung der FM teile ich. Obwohl man von DEN Freimaurern wohl kaum sprechen kann.
Die einzelnen Logen sind so unterschiedlich, dass man angefangen von solchen, die den Charakter ähnlich eines Kaninchenzüchter- oder Skatvereins haben, über Esoteriker, wirtschaftlichen Klüngelrunden, Monarchisten, bis hin zu deutlich "sonderlicheren" Gruppen alles finden kann. Der weitaus grösste Teil dürfte sich aber wohl dem Humanismus widmen.
Es kommt offensichtlich immer sehr stark auf die einzelnen Menschen an, die sich in der jeweilige Gruppe zusammenfinden.


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 Beitrag Verfasst: Mi Jan 31, 2007 1:58 
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Kupferstab

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Zur Weser-loge: Sie ist Mitglied im DDO, der wie der Name schon sagt ein Freimaurerorden auf Basis des ADO (Alten Ordens der Druiden, der Freimaurerzweig des Neodruidentums) ist. Männliche Mitbewerber sind natürlich hochwillkommen, schon allein weil dort immer der Tradition nach "gemischte" Orden oder gar Frauenorden durchaus nicht gleichgestellt sind.

Zum Geld: Mag sein, dagegen spricht allerdings, das Mitglieder aus allen Teilen der Gesellschaft kommen und gleichgestellt sind.

Mit Amusement habe ich gelesen, das wenig Neodruiden bekannt sind...

... Winston Churchill, Phillip Carr Gomm, Iolo Morganwg, Douglas Monroe waren und sind es, Goethe (aus dem Freimauertum heraus) stand ihnen auch sehr nahe, ein anglikanischer Bischof (ich kann mir den Namen nicht merken, mea culpa) wurde auch zum "Neodruiden" geweiht (und freute sich auch noch drüber *kopfschüttel*) etc. ...

Ergo: Es fängt schon bei der Unterscheidung an, was für ein "Druide" man denn wohl ist - Freimaurer, Esoterisch, Reenactment, Religiös und was es da nicht so alles gibt :-S, wie man denjenigen sieht und noch besser: Wie er denn wohl gesehen wird.

Vielleicht ist er es endlich mal dann wenn er sich dabei selbst im Spiegel noch in die Augen sehen kann :-) ...

Lieben Gruss

Lugsciath aka PD --> der (Re-)publik Druide.


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 Beitrag Verfasst: Mi Jan 31, 2007 4:10 
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Kupferstab
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Freimaurerzweig des Neodruidentums....
Hmmm...soll das heißen es gibt dort tatsächlich eine verbindung zu UNSERER definition eines Druiden?

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Es ist die Arbeit eines Tages etwas zu beginnen
aber es ist die Arbeit eines Lebens etwas zu beenden.


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 Beitrag Verfasst: Mi Jan 31, 2007 17:08 
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Goldener Stab
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@Celeborn

Das "unsere Druiden" müsstest du schon etwas genauer erläutern. :wink:

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 Beitrag Verfasst: Do Feb 01, 2007 16:15 
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Kupferstab
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Nun bleibt die frage...wie ich finde...was den nun an dieser verzweigung des druidentums oder wie auch immer schlecht ist?

Geht eine gefahr von freimaurern aus(Druide oder nicht)?
Gibt es überhaupt jemanden der festlegt oder es kann, was den heute ein druide ist?

geht es um die Weihe?
ist jeder der die ausbildung beim obod gemacht hat ein druide?

es gibt da glaube ich kein obergesetz was sagt, das sind druiden das nicht...du machst eine ausbildung wirst geweit...und dan biste druide!

Ob ich jetzt verbindungen zur freimaurern habe..oder nicht geht es...den darum?

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Dieser Bach gleicht dem Strom der Zeit
und die Samen der Blumen die mit ihm treiben,
gleichen den Seelen der Menschen.
Manche geraten an Land, finden fruchtbaren Boden und erblühen.
Andere treiben weiter, bis auch sie igendwann nach Hause kommen.


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 Beitrag Verfasst: Do Feb 01, 2007 19:54 
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Mutter aller Drachen
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Zitat:
Nun bleibt die frage...wie ich finde...was den nun an dieser verzweigung des druidentums oder wie auch immer schlecht ist?


Muß nicht schlecht sein. Nur von dem, was wir so unter den wirklich mal gelebt habenden Druiden verstehen, dürfte das ziemlich abweichen. :wink:

Zitat:
Geht eine gefahr von freimaurern aus(Druide oder nicht)?
Gibt es überhaupt jemanden der festlegt oder es kann, was den heute ein druide ist?


Freimaurer sind nicht gefährlicher als andere Gruppierungen auch, vielleicht straffer organisiert und mehr zu Verfügung habenden Kapitals.

Es gibt niemanden, der festlegt, wer Druide sein darf und wer nicht. Jeder darf sich so nennen. Wenn du Bock hast, kannst du ja den Hain der rosanen Eiche gründen. Die Gewänder wären wallende rosane Kutten und ein rosaner Plastikmistelkranz auf dem Kopf.... :lol:

Zitat:
geht es um die Weihe?
ist jeder der die ausbildung beim obod gemacht hat ein druide?


Nur für diejenigen die an sowas glauben geht es letztendlich darum. Gehörst du nicht dazu, brauchst du dich nicht daran gebunden fühlen und darfst dich trotzdem Druide nennen.

Zitat:
Ob ich jetzt verbindungen zur freimaurern habe..oder nicht geht es...den darum?


Nee, solltest du aber Verbindungen oder Beziehungen in die Kreise der Freimaurer haben, kann es sich in manchen Situationen als nützlich erweisen. :D

liebe Grüße
Chaotica

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 Beitrag Verfasst: Fr Feb 02, 2007 15:42 
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Goldener Stab
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@ alle

Wir wollen uns doch nicht zu sehr vom eigentlichen Thema entfernen, obgleich auch eine Diskussion über das neue Druidentum und die Verbindung zu den FM interessant ist.
Vielleicht könnte man ja ein neues Thema dafür anwerfen, allerdings ohne in "alte Kampftechniken" zu verfallen :D

Ich möchte auf eine Äußerung von Rowena zurückkommen:
Zitat:
aus meiner sicht waren die antiken druiden nix anderes als die "schamanen" der kelten. sie waren mediziner, musiker, geschichtenerzäler und hüter des glaubens. wen man mal genau vorscht wurzeln viele miteleuropäischen, naturmagischen praktiken auf keltischem ursprung.


und auf Lugsciaths (Teil)Antwort:
Zitat:
Es ist im Prinzip richtig, das Druiden Wissenschaftler, Ärzte, Lehrer, Richter usw. waren, so ist es überliefert. Das "Schamanische" beim Druiden ist hingegen in der irischen Mythologie nicht so überliefert, denn dort findet sich nichts über Geisteraustreibung oder Heilung mittels Seelenreise etc. obwohl sie sicherlich schamanische Elemente angewendet haben und sicherlich machmal auch abgelegen lebten.

Zum Beispiel trifft die Schilderung Merlins bei Geoffrey von Montmouth am ehesten diese These des Schamanens, aber immerhin wird jener auch als walisischer, wahnsinniger Königssohn geschildert und nicht grade als Druide ... ich glaube wir sollten beim Druiden als Kleriker und Wissenschaftler der an den König gebunden war bleiben. Fluchen konnten sie jedenfalls ganz nett, die Druiden und Druidinnen.(...)


Da die Kelten ja durch ihren Glauben sehr eng mit der Anderswelt(Geisterwelt??) verbunden waren(was die Schamanen ja auch sind), scheint mir der "Umgang" mit Geistern eher auf einer nützlichen als auf einer klerikalen (Austreibung) Ebene stattgefunden zu haben. Außerdem stammt der Begriff des (Teufels)Austreibens nicht aus den keltischen Mythen, sondern ist viel eher eine Praxis, die mit der Inquisition ihre Blütezeit erlebte.
Was den "Druiden als Kleriker und Wissenschaftler der an den König gebunden " ist, anbgelangt, so neige ich eher zu der Annahme (@Celeborn), daß diese Bindung eine (ungeschrieben) gegenseitige war, ... vom nutznießerischen Standpunkt aus gesehen, sogar, wenn -nach der Überlieferung - der Druide das erste Wort (vor dem König) hatte.

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 Beitrag Verfasst: Fr Feb 02, 2007 19:26 
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Kupferstab
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Also ich schliese mich der meinung an die vom Ngo publiziert wird die lautet so:

Zitat:
Was ist ein Druide? Über diese Frage streiten sich wohl am liebsten die Menschen die sich selber Druiden nennen.

Das Wort "Druide" läst sich vom griechischen Wort "drys" ableiten was "Eiche" bedeutet. Die Eiche ist ein heiliger Baum, welcher in den Ritualen der Druiden eine wichtige Rolle spielte.
Andere sind der Meinung dass "Druide" von anderen Wortstämmen abstammt und "Weisheit" bedeut.

Julius Cäsar beschrieb die Druiden in seinen Aufzeichnungen über den gallischen Krieg. Diese Berichte zählen zu den wenigen schriftlichen Quellen die man heute noch hat. Cäsar war der Meinung, dass die Ursprünge der Druiden in Britannien und Irland zu suchen sind. Denn in seinem "De bello gallico" schrieb er, dass die Novizen der Druiden oft nach Britannien geschickt wurden um dort ausgebildet zu werden.

Was wir heute über die Druiden wissen stammt also aus römischer Quelle und schließt mit ein, dass manches übertrieben oder absichtlich falsch dargestellt wurde, denn die Römer sahen die Kelten als ein Volk von wilden Barbaren.

Eines aber weiß man heute mit Sicherheit: Die großen Steinkreise die wir heute in England, Irland und Frankreich finden wurden nicht von den Kelten erbaut.
Sie stammen aus einer vorkeltischen Kultur, der sogenannten Megalith Kultur der frühen Jungsteinzeit.
Dieses hielt die Kelten und ihre Druiden aber nicht davon ab, sich diese Plätze zunutze zu machen und sie teilweise für ihre Zwecke um und auszubauen.

Aufzeichnungen von Druiden außerhalb Frankreichs, England und Irland oder Schottland sind nicht bekannt.
Allerdings gibt es auch in Deutschland, Italien, Spanien, sowie Galatien in Kleinasien Aufzeichnungen über sogenannte "Drunemeton", also heilige Eichenhaine.
Die Kelten wanderten durch halb Europa und hinterliessen kein schriftlichen Aufzeichnungen, trotzdem kann man heute davon ausgehen das es Druiden in allen europäischen Siedlungsgebieten gab.

Die keltische Gesellschaft gliederte sich in mehrere Gesellschaftsschichten.
Diese waren neben der Kriegerkaste, welche ein hohes Ansehen hatte, der Adel und die Druiden.

Die Gesellschaftsschicht der Druiden unterteilte man, nach ihren Aufgaben, in mehrere Untergruppen, welche unterschiedliches Ansehen genossen. Zu dieser Gesellschaftsschicht zählten neben den Druiden, auch die Barden und die Seher (Ovates).
Der Barde:
Der Barde ist nicht, wie von vielen anderen Druidenorden dargestellt, ein "Schülergrad" oder "Einweisungsgrad" auf dem Weg zum Druiden.

Gehen wir davon aus, dass "Druide Weisheit" bedeutet, so wird einem einiges klar:
Weisheit = Bildung und Wissen.
Auch rein logisch gesehen kann es sich hierbei nicht um eine Ausbildungsstufe handeln. Denn wäre es so, dann könnte ein unmusikalischer Mensch kein Barde und somit später auch kein Druide werden.
Aber sehen wir uns die Züge dieser Gesellschaftsschicht mal genauer an.

Der Barde besaß die Weisheit und das Wissen der Unterhaltung sowie der Weiterleitung von Informationen. Er konnte mit seinen Lieder Helden erschaffen oder ihr Ansehen enorm schmälern, indem er sie als Feiglinge darstellte.
Barden unterlagen keiner Reisebeschränkung, sie konnten sich ungehindert über Landesgrenzen bewegen und trugen so schnell dazu bei dass man im ganzen Land geachtet, gefürchtet oder ausgelacht wurde. Sie konnten Menschen zum Lachen, Weinen und sogar zum Einschlafen bringen.
War ein Barde mit der Gastfreundschaft die man ihm anbot nicht zufrieden, so konnte er durch seine Schmachgesänge auf seinen Gastgeber eine Menge Druck ausüben.

Der Ovate:
Der Seher war ebenfalls eine wichtige und angesehene Person in der Gesellschaft. Auch er hatte die Weisheit und die Macht mit seinen Voraussagen Könige und Fürsten zu stürzen oder sie auf den Thron zu heben.
Auch sie unterlagen keiner Reisebeschränkung und konnten ungehindert Landesgrenzen überschreiten.

Der Druide:
Der Druide war der Hüter der Religion. Mittler zwischen Götter und Menschen. Er war Arzt, Richter und Ratgeber, Astronom, Baumeister, Ritualleiter und verantwortlich für Opferzeremonien. Diese Aufgaben dürften sich bei den Druiden auch in verschiedene Gebiete aufgegliedert haben.
So wird es wohl Druiden mit Schwerpunkt auf Heilkunde gegeben haben, sowie es auch mit hoher Wahrscheinlichkeit Druiden im Alpenraum gab, die über Bergbau-Kenntnisse verfügten, welche zum Beispiel ein Druide auf der Insel Man nicht benötigte.
Die Druiden waren also nichts anderes als eine Priesterkaste die aus gelehrten Menschen der verschiedensten Wissensgebieten bestand. Dieses Wissen war nur ihnen und ihrem Stand zugänglich. Das machte sie nicht zuletzt zu den mächtigsten Personen des Landes.
Das sieht man zum Beispiel daran, dass bei Versammlungen bei denen auch Könige und Fürsten anwesend waren, das erste Wort dem Druiden gehörte. Noch bevor der König etwas sagte, sprach der Druide. Man kann sagen dass er die Versammlung eröffnen oder sie noch vor dem eigentlichen Beginn schon wieder auflösen konnte, noch bevor der König sein Anliegen überhaupt vorgetragen hatte.
Frei nach dem Motto: "Volk, geht wieder nach Hause es gibt nichts zu bereden!"

In den alten Sagen und Legenden steht der Druide immer zwischen den Welten.
Das bedeutet auch zwischen den Fronten zweier streitender Parteien. Er ist bestrebt den Frieden wiederherzustellen. Seine Aufgabe ist es das Gleichgewicht der Gesellschaft zu halten und damit für das Wohlergehen des Volkes zu sorgen.
Dieses geschieht durch unterschiedliche Handlungen.
Medizinische Versorgung, Seelsorge, Rechtsprechung, Ab oder Einsetzten von Königen und Fürsten, sowie vieles mehr.

Ein Druide sollte daher seinen Mitmenschen mit Respekt und Anerkennung für die von ihnen geleistete Arbeit gegenübertreten.
Er sollte sich nicht zu Misse- oder Straftaten hinreisen lassen und ungeachtet persönlicher Motive den Menschen helfen die ihn um Hilfe bitten.
Auch sollte er sich niemals selber überschätzen oder sich und andere verleugnen oder in Gefahr bringen.


Natürlich kann man Persönlich noch viel mehr in den Druiden rein Interbretiren....klar ist wohl auch das es im Druidentum Schamanistiche tendenzen gibt...die Vieleicht auf Schamanistiche wurtzeln zurück gehn...aber einen Druiden mit einem Schamanen gleich setzen würde ich dan doch nicht!

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 Beitrag Verfasst: Sa Feb 03, 2007 10:49 
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Kupferstab
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Vieleicht hatten wir uns gar nicht so sehr vom Thema entfernt....Ich habe beim nachforschen folgende Buchempfehlung auf einer schwerst Keltisch ausgerichteten Site gefunden....


Wiese, Hugo und Fricke, Heinrich:
Handbuch des Druidenordens
Verlag der Reichsgrossloge des Dt. Druidenordens München 1931

Leider scheint es das Ding nicht mehr aktuell zu geben....Wenn jemand weiß wo das ding zu bekommen oder einzusehen ist wäre es nett mal kurz bescheid zu geben...jetzt bin ich neugierig und will mal meine Nase da rein stecken...Ich habe im Netz aber nur Antiquarische Ausgaben gefunden die erst ab 70 Euro aufwärts zu haben sind.

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 Beitrag Verfasst: Sa Feb 03, 2007 14:33 
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Mutter aller Drachen
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Ich habe zum Thema Druiden-Orden hier einen Thread aufgemacht, dort fand ich es passender:

http://www.hexenbrett.org/phpBB2/viewtopic.php?t=8247

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 Beitrag Verfasst: So Feb 04, 2007 20:55 
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Kupferstab

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*seufz*

ein paar kleine Anmerkungen zu den Postings:

Zitat:
Was den "Druiden als Kleriker und Wissenschaftler der an den König gebunden " ist, anbgelangt, so neige ich eher zu der Annahme (@Celeborn), daß diese Bindung eine (ungeschrieben) gegenseitige war, ... vom nutznießerischen Standpunkt aus gesehen, sogar, wenn -nach der Überlieferung - der Druide das erste Wort (vor dem König) hatte.


Stimmt, ist nachgewiesen und in vielen Büchern (Markale, Le Roux etc. zitiert). Warum? Ganz einfach: Die meisten Druiden waren adeliger Herkunft bzw. gehörten sebst zu den Herrschern. Ich persönlich gehe von einer Zweiteilung des materiellen und geistigen Herrschertums aus (siehe auch frühes Rom).

Zu den Freimaurern: Der allererste Druidenorden der Neuzeit entstand im 18. Jahrhundert und war -streng genommen - ein Freimaurerorden im keltischen Gewand, selbst die drei Stufen sind daraus angeblich entstanden. Das esoterische/religiöse Element kam erst durch Gruppen wie den OBOD und dort auch erst in neuerer Zeit (nach den Wicca) durch diverse Gruppen wie z.B. Rabenclan, die amerikanischen Abspaltungen und Neuschöpfungen (vor allen Dingen Bonewitz Orden), wie den Order of Whiteoak und letzlich die hier erwähnten Orden (OOC, NGO und dergleichen) hinzu (Den Avalonorden erwähne ich in der Reihe deshalb nicht, weil laut Aussage seines Chefs der A.O. keine religiöse Gemeinschaft ist). Wir können das gerne im neuen Threadzweig diskuttieren.

Die drei Einweihungsgrade stammen vom freimaurerischen Erbe her - und da de facto alle Neodruidenorden von eben diesem einen abstammen (sofern sie sich "orden" nennen), müssen sie eben halt auch mit jener Definition leben. Das diese widerlegbar sein könnte ist nicht grade unwahrscheinlich aber auch nicht zu beweisen.

Zitat:

Zitat:
Zu dieser Gesellschaftsschicht zählten neben den Druiden, auch die Barden und die Seher (Ovates).
Der Barde:
Der Barde ist nicht, wie von vielen anderen Druidenorden dargestellt, ein "Schülergrad" oder "Einweisungsgrad" auf dem Weg zum Druiden.


aus Le Roux/Guyonvarc "Die Druiden":

Zitat:
Bardos: gallischer Name des Barden. Diese Bezeichnung hat mehrere Bedeutungen und liegt verschiedenen Wirklichkeitsauffassungen zugrunde, die nach Ort und Epoche variieren


Das heißt im Klartext: Die von Coll geschilderte Art des Barden war die Gallische, daneben gab es die irische Form, bei der der Barde rangmäig zuerst unter dem Fili stand und nach Christianisierung über dem Fili/Ovaten. Im walischen war er bereits christianisiert. In Cornwall und der Bretagne entbehrt barth bzw, barzh jeglicher religiösen und literarischen Bedeutung und ist also musikalischer Entertainer ;-)

Zum Schamanismus erstmal vielleicht ein paar Buchtipps:
Fred Hageneder, Spirit of the trees (vom OBOD empfohlen)
Heilbuch der Druiden,
keltischer Schamanismus ... etc.

Nur: Obiges ist Mumpitz.

Beweis: Zitat aus Le Roux/Guyonvarc "Die Druiden" (beides Keltologieprofessoren)
Zitat:
Schamanismaus:

Bezeichnung nicht-indoeuropäischer, meist asiatischer Zauberpraktiken. Der Schamanismus bedient sich der Magie als ausschliesslichen Mittel zwecks Extase und spiritueller Verwirklichung und nicht als religiösen Beistand. Er steht in keinerlei Verbindung zu einem etablierten Priesterstand, das das wir auch in der keltischen Überlieferung keine Spuren davon finden können.


Ergo: Nix ist es mit dem "uralten" schamanischen indoeuropäischen Wissen und Druiden die nur deswegen etwas verwirrt durch die Wälder ihren Geistern nachrennen. Ich halte es dennoch für möglich, das Anteile durchaus drin sein können, auch und grade auf medizinischen Gebiet.

Zum (Neo-)Druiden: Ich halte es mit der Aussage, das es in der Neuzeit eine Bezeichnung wie "keltischer Geistlicher" darstellt.

hierzu nochmals Le Roux:

Zitat:
Druide: Wir verwenden diese Bezeichnung für alle Mitglieder der keltischen Priesterklasse, gleich welcher Fachbereich ihnen zukommt und welchen Rang sie einnehmen*. Alle hatten sie nämlich das Recht und die Macht, das heilige zu verabreichen und das Privileg, die Beziehung ihrer Mitmenschen zu diesem Heiligen zu bestimmen, zuzulassen oder zu verbieten. Wir haben es hier also mit einem allgemeinen Begriff zu tun. Doch sind uns aus Irland, dem wir fast alle Informationen aus diesem Bereich verdanken, nicht die Namen der Fachbereiche enthalten, die dem Geist und der Schrift des Christentums widersprachen... Dennoch steht es ausser Frage, das der Druide Priester war und somit über die absolute spirituelle Authorität verfügte, und damit auch keiner anderen Hirarchie unterworfen war, als der der heiligen Wissenschaft.


*(vgl. Barde und Fili, oben). Ich denke das sagt einiges aus: Wenn sich ein Barde eben nur als "Musiker" fühlt, dann kann er genausogut einen akzeptieren, der sich dem Druiden verbunden fühlt oder der Dichtkunst. Man weiß es nicht genauer.

Lieben Gruss

Uwe

Edit: etwas klarer formuliert.


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 Beitrag Verfasst: So Feb 04, 2007 21:07 
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Mutter aller Drachen
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Danke Uwe für deine Erläuterungen. Einen gewissen Orden braucht man hier nicht diskutiern, da dies für mich keine seriöse Gemeinschaft darstellt.

Wie du vielleicht feststellen konntest haben wir diverse Beiträge und Threads wegen extremen geistigen Tiefgangs gelöscht. Auf weiteres braucht nicht nähers eingegangen werden.

Es scheint bei den Schamanen inzwischen einen ähnlichen Trend zu geben, wie bei den Druiden auch. :wink:

Man lernt neue Pratiken und hat dafür eben keine neue passende Bezeichnung bekommen. Der Begriff wird heute landläufig weiter gefasst, als es früher üblich war und weicht inzwischen sehr von seiner ursprünglichen Bedeutung ab.

liebe Grüße
Chaotica

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 Beitrag Verfasst: Mi Feb 07, 2007 16:05 
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Chaotica hat geschrieben:
Danke Uwe für deine Erläuterungen. Einen gewissen Orden braucht man hier nicht diskutiern, da dies für mich keine seriöse Gemeinschaft darstellt.

Wie du vielleicht feststellen konntest haben wir diverse Beiträge und Threads wegen extremen geistigen Tiefgangs gelöscht. Auf weiteres braucht nicht nähers eingegangen werden.

Es scheint bei den Schamanen inzwischen einen ähnlichen Trend zu geben, wie bei den Druiden auch. :wink:

Man lernt neue Pratiken und hat dafür eben keine neue passende Bezeichnung bekommen. Der Begriff wird heute landläufig weiter gefasst, als es früher üblich war und weicht inzwischen sehr von seiner ursprünglichen Bedeutung ab.

liebe Grüße
Chaotica



Nun ich kenne mich nicht so im schamanismus aus....wie genau da jetzt etwas zusamen leuft.
Aber denke ich das in einer zeit in der der schamane eher eine ranterscheinung ist, und der Druide völlig ausgestorben zu sein scheint, völlig normal ist das sich neues entwickelt bzw...das vieles zusamen leuft.
(Wo immer die frage bleibt sollte man heute ein Historich einwantfreies druidentum befolgen, oder sollte man versuchen es so gut wie möglich zu interbretieren und um zusetzen, was schon schwer genug ist finde ich)

Auch sehe ich die von Uwe angesprochene unterstelung des barden dem Fili gegenüber nicht, erstens ist es eine persönliche sacdhe zwichem zwei menschen wie viel freiheit man sich im umgang mit einander gibt oder nicht.
Zweitens ist der barde für seine möglichkeit der satire bekannt...die ihm einen erheblichen anteil an Macht zuspricht...auch einem Fili gegenüber

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 Beitrag Verfasst: Mi Feb 21, 2007 12:32 
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Kupferstab

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Zitat:
Die von Uwe angesprochene unterstelung des barden dem Fili gegenüber nicht,


Siehe Le Roux & Guyonvarc "Die Druiden", Siehe Markale "Druiden", Siehe div. wissenschaftliche Arbeiten, siehe weitere historische, geschichtliche Grundlagen.

Es muss einem nicht gefallen, es steht nur in genug wissenschaften Arbeiten und Büchern so drin, klar hätte man manches gern anders.

Wie jeder für sich lebt oder herausinterpretiert bleibt eine persönliche Sache. Der Wissenschaft nach wars halt nunmal so.

Zitat:
der satire bekannt...die ihm einen erheblichen anteil an Macht zuspricht...auch einem Fili gegenüber


Da hätte ich gerne ein Beispiel für. Ich persönlich kenne Satire gegen Könige, gegen Herrscher - aber keines gegen Fili oder Druiden. Da zeig mir mal eine Überlieferung.

Aber zum Trost: Da es nur noch "Neodruiden" oder "Neobarden" oder "Neovaten" gibt, können jene das ja neu erfinden, in Bezug auf historische Fakten wäre das allerdings Augenwischerei.


Lieben Gruss

Uwe


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 Beitrag Verfasst: Do Mär 29, 2007 0:05 
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Kupferstab

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Nochmal kurz zu den Logen:

Sie haben durchaus das Anrecht darauf, sich "Druiden" nennen zu dürfen, da es eine Loge war, die dies zuerst in der Neuzeit für sich beanspruchte.

Allerdings einschränkend zu sagen bleibt, das auch andere religiöse Strömungen die sich auf die damalige Loge beziehen die gleichen Rechte besitzen, wie z.B. der OBOD oder auch der OWO, OOC und viele andere Druiden"orden" mehr :-)

Lieben Gruss

Uwe

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 Beitrag Verfasst: Sa Sep 01, 2007 17:29 
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Kupferstab
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@ Uwe

Wie du schon gut bemerkt hast, stehen dir nicht die entsprechenden Information bezüglich Satire in der ein "Druide" hauptbestanteil ist zu verfügung.

Das bedeutet aber nicht das es sie nicht gibt, oder gar jemals gegeben hat.

Da die Inforamtionslage entsprechend schlecht ist, ist es föllig normal das jeder es sich so zurecht legen möchte wie es für ihn am besten ist.

Desweiteren ist und war ein Druide auf die akseptanz des Volkes angewissen.
Wen dem nicht mehr so war, wurde er aus der Stadt gejagt.
Druide bedeutet nicht, das man mit Menschen umgehen oder sie benutzen kann, wie es einem grade in den Kram past.

Bei Barden ist das im übriegen das selbe, was man in der sage vom Barden (Bricriu ) gut erkennen kann.

Also sehe ich es so, das weder der Titel Barde oder Druide jemanden Unkritisirbar macht.
Ich denke ein wahrer Druide, geht mit Kritick entsprechen weise und loker um, und fürt sich nicht auf als wäre er der Gottkonig in Person, der grade beschloßen hat diesem Ketzer den gar aus zu machen.


Das ist meine bescheidene Meinung, die kan jeder gerne überdenken, und entsprechen kritick übern, ich werde mich dan bemühen, entsprechend locker damit um zu gehen!

Coll

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 Beitrag Verfasst: Di Sep 11, 2007 17:17 
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Diarmaidcoll hat geschrieben:
Da die Inforamtionslage entsprechend schlecht ist, ist es föllig normal das jeder es sich so zurecht legen möchte wie es für ihn am besten ist.


Coll

Selbst wenn die Informationslage eindeutig wäre, würden sich sicherlich immer noch die selben finden die meinen, man kann sich alles zurechtbiegen.
Manchen ist es egal was ein Wort bedeutet wenn es nur ihr Ansehen steigert.
Dann werden die Fakten halt hingebogen oder ignoriert.

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s obair là tÒiseachadh,
ach is obair beatha crìochnachadh.
Es ist die Arbeit eines Tages etwas zu beginnen
aber es ist die Arbeit eines Lebens etwas zu beenden.


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 Beitrag Verfasst: Mo Sep 24, 2007 20:53 
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Kupferstab
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Sowas nenne ich Menschlichkeit, und ändern kann man es nicht.

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Dieser Bach gleicht dem Strom der Zeit
und die Samen der Blumen die mit ihm treiben,
gleichen den Seelen der Menschen.
Manche geraten an Land, finden fruchtbaren Boden und erblühen.
Andere treiben weiter, bis auch sie igendwann nach Hause kommen.


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 Beitrag Verfasst: Mi Sep 26, 2007 16:11 
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Kupferstab

Registriert: Di Jan 23, 2007 12:58
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... Les es grad durch Zufall und hab eigentlich weder ein Anliegen dran mich mit den verqueren Gedanken eines Coll auseinanderzusetzen, noch mich in eine der üblichen Schlammschlachten reinziehen zu lassen, denn meine Aussage war wohl kaum verkehrt auszulegen: Mit den alten Druiden haben die neuen Druiden den Namen und vielleicht einige Grundlagen (soweit bekannt und nachrekonstruierbar) gemein, ansonsten folgen sie der jeweiligen Tradition ihres jeweiligen Ordens (die auch schon rund 300 Jahre bestehen).

Zitat:
Wie du schon gut bemerkt hast, stehen dir nicht die entsprechenden Information bezüglich Satire in der ein "Druide" hauptbestanteil ist zu verfügung.


Das hat sich vor Kurzem imho geändert. Weil dementsprechend auch die Geschmacksfragen über "Satire" auseinandergehen, fände ich eine derb und absichtlich verletzend verfasste Satire nicht nur geschmacklos und beleidigend, sondern auch reichlich verlogen und absolut eines angeblichen "Barden" oder wie auch immer sich solcher nennt unwürdig.
Kein Wunder uriniert man meiner Meinung nach mit derlei Episödchen auf den durch solcherart Dinge ohnehin angeknacksten Ruf der Szene und zieht Leute die anderen helfen in den Dreck.

Zitat:
Das bedeutet aber nicht das es sie nicht gibt, oder gar jemals gegeben hat.


Wer allen Ernstes heutzutage noch versucht (Neo-)druiden wegzudiskuttieren ist ein armer Mensch, da es jene schon seit Jahrhunderten (wieder) gibt.

Zitat:
Da die Inforamtionslage entsprechend schlecht ist, ist es föllig normal das jeder es sich so zurecht legen möchte wie es für ihn am besten ist.


Falsch. Völlig normal ist es m.E. das Scharlatane immer mehr überhand nehmen und auf dem von anderen bereiteten Weg ihre abstrusen, egoistischen Minderwertigkeitskomplexe zu vermindern versuchen, während andere auf diesem Wege spirituelle Erfüllung und eine Weltanschauung vermitteln.

Zitat:
Desweiteren ist und war ein Druide auf die akseptanz des Volkes angewissen.


Schwachfug. Weder in der Antike noch (als nicht anerkannter Titel) in der Neuzeit ist man auf die Akzeptanz des Volkes angewiesen. Damals nicht aus gesellschaftlichen Gründen (meist waren es Herrscher oder gehörten der herrschenden Schicht an) und heute nicht, weil es keine offiziellen Ämter oder Herrschenden sind.

Zitat:
Wen dem nicht mehr so war, wurde er aus der Stadt gejagt.
Druide bedeutet nicht, das man mit Menschen umgehen oder sie benutzen kann, wie es einem grade in den Kram past.


Quellenangabe? So einen Stuss hört man öfters, bei genauerem Hinsehen oder Nachfragen bleibt nur Luft.

Zitat:
Bei Barden ist das im übriegen das selbe, was man in der sage vom Barden (Bricriu ) gut erkennen kann.


Genaue Quellenangabe bitte. Ich kenne Bricrius Festmahl und ebenso das Zwiegespräch der zwei Weisen nur ich sehe da keinerlei Anhaltspunkte.

Zitat:
Also sehe ich es so, das weder der Titel Barde oder Druide jemanden Unkritisirbar macht.


Ich sehe sogar, das nicht mal die Leute die jene kritisieren oder die Kritik der bislang Unkritisierbaren kritisierten lesen unkritisierbar (lustiges Wort) sind.

Zitat:
Ich denke ein wahrer Druide, geht mit Kritick entsprechen weise und loker um, und fürt sich nicht auf als wäre er der Gottkonig in Person, der grade beschloßen hat diesem Ketzer den gar aus zu machen.


Ich meine, ein normaler Mensch läßt irgendwelche Spinner links liegen, die ihr Bein zum urinieren an Eichen heben :-)

Zitat:
Das ist meine bescheidene Meinung, die kan jeder gerne überdenken, und entsprechen kritick übern, ich werde mich dan bemühen, entsprechend locker damit um zu gehen!


Jaja. So wie immer an dieser Stelle ... na dann darf man mal gespannt sein.

LG

Uwe

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Alle Leute leben unter dem gleichen Himmel, jedoch nicht alle unter dem gleichen Horizont.


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 Beitrag Verfasst: Do Okt 04, 2007 22:46 
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Goldener Stab
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Es ist nicht weiter schlimm, daß einige Menschen von Zeit zu Zeit provozieren und einige andere Menschen dann denken, daß sie um der Genauigkeit willen, darauf antworten müßten. Es wird aber auf Dauer lästig und da es sich um ein ohnehin schon einige Male wiedergekautes Thema handelt, sogar unerträglich.
Den Provokateuren deshalb ins Stammbuch: machts vor eurem Spiegel und kämpft es aus. Frohes Zwiegespräch :twisted:
Den Antwortern ins Stammbuch: man sollte auch manchmal "nicht antworten" wollen, besonders dann, wenn es nichts nützt. :wink:

Auf Wiederlesen im HEXENTANZ

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 Betreff des Beitrags: Auf der Spur der antiken Druiden
 Beitrag Verfasst: Do Apr 17, 2008 13:15 
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Haselstab
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Auf der Spur der antiken Druiden

Die Bedeutung des Wortes Druide
Wie sich die keltischen Druiden selber nannten ist schlicht weg unbekannt.

Der römische Autor Pinius war es der über weiß gewandete Druiden berichtete die mit goldenen Sicheln Misteln von Eichen schnitten. Ihn zufolgen waren den Druiden die Eichen heilig, deshalb leitete er das Wort Druide von drys dem griechischen Wort für Eiche ab. Also Druide gleich Eichenmann. Doch warum sollten sich keltische Priester nach einem griechischen Wort benennen?

Wahrscheinlicher ist es das sich das Wort Druide vom irischen druid ableitet.

Jean Markale schreibt in seinem Standartwerk „Die Druiden“ das dass Wort Druide auf das keltischen Wort Druwides zurückgeht.

Der erste Teil dru ist ein heute französisches Adjektiv welches dicht, kräftig, prall und viel bedeutet. Der zweite Teil wides, leitet er von indogermanischen Wortwurzeln ab. Wid/weid oder lateinisch videre (sehen oder wissen).

So wäre ein Druide also ein „sehender und viel wissender“ Mann.

Einfach gesagt. Druide bedeute wahrscheinlich nichts anderes als „Gelehrter“ der keltischen Gesellschaft.

Die ersten Druiden

Wann die ersten Druiden auftauchten oder wo und wie ihr Ursprung begründet ist, ist nicht mehr nachzuvollziehen.

Mit Hilfe der antiken Autoren können wir aber sagen das bereits Pythagoras (570-500 v. Chr.) die Druiden kannte, bzw. Kontakt zu ihnen hatte.

Hier rüber bericht der antike Autor Timagenes im ersten Jahr. v. Chr.

Hinweise auf eine reale Existenz von Druiden und ihrer Stellung in der keltischen Gesellschaft gibt es leider vor dieser Zeit nicht.

Anzunehmen ist das sich das Druidentum mit seinen uns heute bekannten antiken Druiden aus den Schamanen und Priestern der vorkeltischen Völker entwickelten. Doch genau läst sich das nicht sagen, auch kann man nur darüber spekulieren wann dieses so vielleicht geschehen ist.

Wage Hinweise auf die Erstehung der druidischen Lehren gibt uns erst Cäsar in der spät keltischen La Téne Zeit.

In seinem Buch Bello Gallicum schreibt er:

„Es wird geglaubt, dass sich die Lehre der Druiden in Britannien entwickelt hat und später nach Gallien kam, So das heute noch jeder der diese Lehren erlehnen will nach Britannien reisen muss.“ Weiter schreibt er in den Abschnitten 13-14 im sechsten Buch des Bello Gallicum:

„Den Druiden obliegen die Angelegenheiten des Kultes, sie richten öffentliche und private Opferungen aus, sie interpretieren religiöse Vorschriften und unterrichten die Jungen. In der gallischen Gesellschaft sind sie hoch angesehen. Denn sie regeln in der Regel alle staatlichen und privaten Streitigkeiten. Sie sind es die Recht sprechen dürfen und setzten Belohnungen und Strafen fest. Auch erörtern sie die Bahnen der Gestirne und die Größe der Welt, über die Natur und die Macht und Gewalt der unsterblichen Götter.“

Cäsar wies also den Druiden die Stellung der Priester, Richter, Heiler und Naturbeobachter zu.

Andere antike Autoren sahen die Druiden anders. So unterteilten Strabon und Diodor die Druiden in Barden, Vaten und Druiden.

Die Barden so schreibt Diodor seien die Musiker, welche Lob- oder Spottlieder sangen, Gedichte verfassten, Hymnen sangen und Reden hielten.

Auch sollen sie als Richter tätig gewesen sein.

Die Vaten so schreibt er weiter seinen die Hellseher und mit privaten und öffentlichen Opferungen beschäftigt.

Die Vaten waren so in der Lage großen Einfluss auf die Bevölkerung zu nehmen. Ihre Weissagungen lasen sie aus den Eingeweiden von Opfertieren, Vogelflügen und anderen Beobachtungen in der Natur.

In seinen Ausführungen über Druiden schreibt er weiter, dass diese die Mittler zwischen den Göttern und Menschen waren, sie überwachten die Opferungen und waren Theologen und Philosophen.

Strabon schreibt ähnliches über die Druiden.

Wir haben also verschiedene antike Autoren die zu verschieden Zeiten über die Druiden berichteten:

Cäsar:

Druiden
Religion/Priester, Opferungen, Rechtsprechung, Lehrer, Hüter der Kultur, Naturbeobachter und Wissenschaftler.



Diodor:
Druiden – Religion/Theologen Philosophen
Barden – Hymnen, Lobreden, Satiren, Richter
Vaten – Hellseher, Wahrsager, Opferungen


Strabon:
Druiden – Naturbeobachter, und Wissenschaftler, Philosoph, Recht
Barde – Gesang und Poesie
Vaten – Opferungen, Interpretationen von Naturerscheinungen
Heutige Autoren wie Vollmer (Mythologie aller Volker) nehmen eine hierarchische Einteilung vor.

Hiernach waren die Barden der unterste Rang. Während die Vaten eine art Vermittler zwischen Volk und Druiden darstellten.

Ähnlich wie die Einteilung bei Markales irischen Filidh ist diese hierarchische Einteilung nicht belegt und auch umstritten.

Belegbar ist allerdings das es eine Hierarchie bei den Druiden gab. So schreibt Cäsar:

„An der Spitze der Druiden steht ein Mann, der den höchsten Einfluss unter ihnen genießt, stirbt er so folgt ihm entweder der welcher am höchsten angesehen ist oder es wird aus mehreren einer erwählt.“

Ausbildung der Druiden.

Auch hier ist es Cäsar der im Bello Gallicum darüber schreibt.

„Die Druiden zahlen keine Steuern, nehmen nicht am Krieg teil oder leisten Kriegsdienst. Diese großen Vergünstigungen veranlassen viele sich aus freien Stücken in ihre Lehren einweihen zu lassen. Wie es heist lernen sie dort eine große Anzahl an Versen auswendig. Daher bleiben einige bis zu 20 Jahre lang im Unterricht. Sie halten es für Frevel, diese Verse aufzuschreiben, während sie in fast allen übrigen Dingen im öffentlichen und privaten Bereich die griechische Schrift benutzen. Wie mir scheint, haben das aus zwei Gründen so geregelt. Einmal wollen sie nicht das Ihre Lehre allgemein bekannt wird und zum anderen wollen sie ihr Gedächtnis üben. (De Bello Gallicum VI 14)“
Trotz des großen Interesse der jungen Kelten Druide zu werden, die Gründen waren wohl eher weltlicher Natur als spiritueller da man z.B. Vorteile wie Steuerfreiheit genoss, war die Durchfall Quote sehr hoch.

Markale bezieht sich hierfür auf den Tain Bó Cualgne Epos.

„Der Druide Cathbad unterrichtete seine Schüler im Nordosten von Emain. Er war von hundert tollkühnen Männern umgeben, die sich die Lehren des Druidentums aneignen wollten. Acht von Ihnen waren fähig dazu. (Die Druiden S. 54)
(fortsetzung folgt ... )
Quelle: Druidenorden NGO & www.nagaroon.de

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Sebastian von Nagaroon

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Historische Keltendarstellung von den Hallstattlichen Bergleuten bis zum gallischen Krieg.

www.druidenorden.info
Der Druidenorden Nemeton-golden-Oak.


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 Betreff des Beitrags: Die Geschichte des modernen Druidentums
 Beitrag Verfasst: Do Apr 17, 2008 13:16 
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Haselstab
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Die Geschichte des modernen Druidentums

Die Geschichte der modernen Druidenorden, so wie wir sie heute kennen beginnt 1717.
John Toland ein Mann der 1670 in Londonderry geboren wurde war von klein auf begeistert. von den Geschichten der Druiden.
In einem Brief an einen Freund schreib er:
„Kein heidnisches Priestertum erreichte je die Vollkommenheit der Druiden!“
Er plante eine Geschichte der Druiden, starb aber 1722 vor ihrer Vollendung.

Toland war Christ. Er war frustriert was die starren und kalten Riten der Kirche anging und lehnte sich offen gegen die Kirche auf.
1717 sollten sich in einer Taverne in Covend Garden Vertreter aus Wales, Irland, der Bretagne und Schottand treffen. Angeblich soll da der erste moderne Druidenorden gegründet worden sein.
Am 23. September (Tag der Herbst- Tag und Nachtgleiche) des selber Jahres wurde Toland in einer aufwendigen Zeremonie auf dem Primroes Hill zum Chefdruiden gekürt.

Ein Zeiggenosse Tolands der Pfarrer Henry Rowlands schiebt den Druiden unter Berücksichtigung des römischen Historikers Tacitus die Insel Mona zu.
Er Interpretierte auch die großen Steinbauten wie Stonehenge den Druiden zu.
Allerdings sah er sie als Nachfahren von Noah.

Am 29 Oktober 1781 gründete Henry Hurle in London einen neuen Geheimbund. Den er „ALTEr ORDEN DER DRUIDEN“ nannte.
Die Mitglieder trafen sich zunächst im Kings Arm einer Kneipe die es heute noch gibt. Eine Erinnerungstafel erinnert an dieses Ereignis in der Poland Street nahe der Oxford Street.
Der Orden ähnelte sehr einer Freimauer Loge, er war geheim, exklusive und rein männlich.
Seine Gründung verdankte er weitgehend William Sturkelys Einfluss.
Zunächst handelte es sich um einen Club vom älteren Herrn die Musik, Poesie und Konversation liebten.

Ab 1810 lies die Loge auch Angehörige niedriger Schichten zu. Das brachte Aufruhe in die Loge. Einige der Älteren Mitglieder schaffte es immer wieder mit Verfahrentricks neue Mitglieder aus niedrigeren Gesellschaftsschichten aus der Loge zu drängen.

1833 spalteten sich die ärmeren Logen Brüder ab und gründeten einen neuen Orden. Den Orden: “Vereinigter alter Orden der Druiden“.
Die anderen bleiben so exklusiv, geheim und freimaurerisch wie zuvor.

Ein weiteres Überbleibsel von Hurles ursprünglichen Orden ist die „Kirche des Universellen Bandes. Die Hurle zur ihren Gündungsvätern zählt.
Sie bestand bis 1963. Dann trat der moderne Orden der Barden, Vaten und Druiden (OBOD) an ihre Stelle.

Im 18. und 19 Jahrhundert erscheint eine wahre Flut an Literatur über Druiden.
1754 schreibt Willam Cookes über Druiden in der frühchristlichen Kirche.
Willam Blake veröffentlichte zwischen 1797 und 1804 Prophetenbücher der Druiden. In denen er die Theorie vertrat das Noah, Abraham und Sem Druiden waren. Er bring den „Beweis“ das alle Antiken Bauwerke in der Welt von Druiden erricht worden seien.
Blake weigerte sich sogar vor einem Schwurgericht den Wahrheitseid auf die Bibel zu leisten. Sie sehr sah er sich als Druide.

Noch extremer als in England verbreitetet sich zu dieser Zeit die Druiden Manie in der Bretagne aus.
Selbst die Steine von Carnac wurden eifriger weise den Druiden zu geschrieben.
Der wahrscheinlich bizarrste Charakter dieser Zeit war Vrain Lucas.
Der produzierte als Literaturfälscher 1860 Briefe von angeblichen gallischen Adeligen.
Am verrücktesten war ein Brief von Latzerus (den Jesus wieder erweckte hatte) an Petrus in dem von Druiden die Rede ist.

John Aubery löste im 18. Jahrhundert ein wahres Druidenfieber aus.
Er sah in Stonehenge eine von vier großen Druiden Universitäten des Altertums.

1820 baute Willam Danby auf einem Grundstück in Swinton Hill einem Stonehenge nachempfundenen Bau und betitelte ihn als alten Druidentempel.

In jener Zeit behaupteten immer mehr „Forscher“ das die Megalithabauten wie Stonehenge, Avebury, Exmoor und andere nur von Druiden erbaut sein konnten.
Es gab aber auch Menschen die das anzweifelten und die sich nicht von der stärker werdenden Druiden Manie anstecken ließen.
So soll Samuel Johnson beim Anblick eines schottischen Steinkreises gesagt haben:
„Wenn man so einen „Druidentempel“ besucht, sieht man praktisch nichts, denn da gibt es weder Kunst noch Macht. Hat man einen gesehen kennt man sie alle!“

1747 wurde in Glamorgen (Südwals) ein Mann geboren der den Höhepunkt des Druidenwahns des 18. und 19. Jahrhunderts darstellte.
Edward Willams wahr zunächst nur um den erhalt der walisischen Sprache und Kultur bemüht. Er wurde Barde (Im Sinne Volksmusiker) und Nannte sich nun Iolo Morgannwg was Iolo von Glamorgen bedeutete.
In der allgemeinen Begeisterung für die Druiden, sah er sich berufen den Barden zu einem Druidengrad zu machen. Zu diesem Zweck erfand er einen Stammbaum der Barden von Glamorgen der bis in die frühen keltischen Tage reichte. Er fälschte Dokumente (was in jener Zeit nicht schwer war) und wurde damit der Begründer der Riten und Mythen die in das Nationale Eisteddfod eingingen.
Mit der Erfindung des Bardenstammbaumes pfusche Morgannwg in eine walisische Tradition aus dem 12. Jahrhundert die echt war.

Im Mittelalter war das Eisteddfod ein Wettbewerb zwischen Dichtern und Barden (Minnesägern und Musikern). Bei diesem Wettbewerb wurde der Wert eines Künstlers durch Preise festgelegt. Wer hier Punkten konnte wurde bekannt und konnte auf gute Gagen bei Hofe hoffen. Das alles hatte nichts mit Druiden oder den Kelten zu tun. Jedenfalls nicht bis Iolo sich einmischte.
Das Eisteddfod war, bis zu Iolos eingreifen, eine Veranstaltung die kaum noch wahrgenommen wurde. Sie sichte förmlich dahin. In der allgemeinen Begeisterung für die alten Druiden machte er daraus eine Urkeltische Veranstaltung mit von im ausgetüftelten Riten und Bräuchen. Er lies einen Steinkreis errichten und veranstalte ein Wettsingen der Barden.
Die Wichtigsten Rituale und Ritualgegenstände waren seine Idee. Friedensanrufung, Druiden, Zepter, Schwert, Druidenkrone und Füllhorn waren alleine seine Idee.
Er schaffte es sogar seine Gesinnungsfreunde davon zu überzeugen das er der einigste noch lebende Nachfolger des alten Druidenorden von Glamorgen war.
Seine gefälschten Papieren dienten dazu die Verbindung zwischen den Druiden des 18. Jahrhunderts und den alten walisischen Druiden zu beweisen.
Das alles gab dem Ganzen einen authentischen Anstrich einer Uralten keltisch- druidischen Tradition.
Iolo behauptete auch das die Gedichte des Talesin aus dem 6. Jahrhundert stammten und ein komplettes druidisches System beschreibe. Diese Gedichte stammten aber nachweise aus dem
13 Jahrhundert und haben inhaltlich nichts mit den Druiden zu tun.

Hier einige Beispiele für Neo-Druidenorden.

Der OBOD
ist wohl der bekannteste Druidenorden. Der 1964 konstruierte Orden verfügt derzeit zwischen 4000 und 6000 Mitgliedern. Die Zahlen sind eher steigen als fallend.
Der OBOD gibt einen Lehrbrief heraus den man auf http://www.druiden.info/Deutsch/Deutsch.htm
bestellen kann. Er beginnt mit einem Infopaket und gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil ist der Bardenkurs welcher auch in deutscher Sprache zu bekommen ist. Im zweiten Jahr bekommt man dann den Ovatenkur (nur in englisch) und im dritten Jahr dann den Druidenkurs. Wer also ausreichend englisch spricht kann beim OBOD in drei Jahren Druide werden.
Mitglied ist man automatisch dann wenn man den Bardenkurs beginnt. Von da an bekommt man Infos über treffen und Veranstaltungen des OBOD. Mitglied kann jeder werden. Die monatlichen Lektionen sind zwischen 8-12 Seiten stark und nicht mal DIN A 4 groß und kosten zur Zeit ca. 25 Euro. Jeden Monat bekommt man 4 solcher kleinen Hefte.
Außerdem bekommt man in englischer Sprache das „Vereinsheft“ Touchstone welches in englisch ist.
Der OBOD ist sehr aktive was den Umweltschutz angeht. Er hat einige Programme entwickelt zum pflanzen „heiliger Bäume“.
Anders als der AOD propagiert der OBOD die Gleichberechtigung.
Er leitet seine Herkunft auch von Tolands Zeremonie auf Primrose Hill von 1717 her ab.

Der AFD
Die Druidenbruderschaft AFD würde 1983 gegründet. Er ist heute einer der Weitverbreittesten Druidengruppen der Welt. Mit Hochburgen in England und Amerika.
In Amerika ist er der Größte Orden mit über 51% Frauenanteil.
Die Verbindung zum Wicca ist nicht zu übersehen.
Die AFD hat einen Mutterhain und viele Tocherhaine. In denen es mindestens drei Wahlberechtigte von mehr als 18 Jahre gibt.
In der Regel treffen sich die Hainmitglieder zwei mal im Monat zu gemeinsamen Studium.

IOD
Der Insel-Orden der Druiden wurde 1993 in Stonehenge gegründet.
Sein Mutterhain liegt in Portmouth. Die acht Jahreskreisfeste begeht er wenn möglich in Stonehenge. Er befasst sich mit der Wiederbelebung authentischer keltischer Riten. (Ohne Blutvergießen wie er immer betont).
Im Mittelpunkt seiner Riten steht Mutter Erde. Die Mitglieder streben nach Geistiger Einsicht welche man als Erleuchtung ansehen kann. Sie nennen das „Eichen-Weises“.
Der IOD sieht sich als schamanisch arbeitende Druidengruppe. Sie bekämpfen religiöse Vorurteile und fördern ihre Mitglieder nach ihren Interessen und Fähigkeiten.
Der Orden kämpft seit Jahren für die Freigabe von Stonehenge als Kultplatz für die Orden und die Öffentlichkeit.
Im Orden gibt es drei gleichberechtigte Druidengrade. Den Barden – Er schreibt, erzählt Geschichten und macht Musik. Den Vaten, der sich um die Deutung der Zukunft kümmert und den Druiden der sich um die Einheit mit der Natur beschäftigt.

Quelle: http://www.nagaroon.de

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Sebastian von Nagaroon

www.keltenclan.info
Historische Keltendarstellung von den Hallstattlichen Bergleuten bis zum gallischen Krieg.

www.druidenorden.info
Der Druidenorden Nemeton-golden-Oak.


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